Tagesausflug nach Köln

Tagesausflug der Seniorenunion der CDU Haan nach Köln am 25. September 2014

 

Etwas an der Veranstaltungsplanung, die halbjährlich vorgenommen wird, würde fehlen, wenn die Verantwortrlichen den Mitgliedern nicht wenigstens einmal, besser zweimal im Jahre auch eine Tagesfahrt nach Köln anböten. Am 25. September machte sich also eine unternehmungslustige Gruppe von beinahe 20 Besuchern auf den Weg in die Domstadt. Per Bahn war die Anfahrt kein Problem, aber da man gerade um die Mittagszeit den geweihten Boden dieser geschichtsträchtigen Metropole betrat, folgte man einem logischen Tageslauf und begab sich zunächst in die wohlbekannte Brauereigaststätte Päffgen, um eine ortsgerechte Mahlzeit zu sich zu nehmen. Deftige Gerichte wurden - an den Geschmack des Gastes angepasst - angeboten, wohingegen, wie könnte es anders sein, ein Bier eben nur ein Kölsch sein durfte. Es bedurfte keiner Eile, um nach ausgiebigem Genießen dem eigentlichen Ziel des Ausfluges, dem spätromanischen Kirchenbau St. Gereon entgegen zu schlendern. Deshalb war auch noch Zeit für ein Tässchen Kaffee im "Romeo", wodurch die möglicherweise erlahmenden Lebensgeister nach üppiger Mahlzeit wieder aufzufrischen waren.

Dann aber kam der Augenblick, an dem die Gruppe das schon genannte endgültige Ausflugsziel erreicht hatte. Ein nicht gerade unscheinbarer Radfahrer näherte sich. Sein Outfit, türkisfarbene leichte Strickjacke, dazu farblich passend gestrickte glatte Mütze, leichte Freizeithose, strumpflose Sandalen-Fußbegleitung, dokumentierte uns, dass wir es mit dem uns schon von früheren Begegnungen bekannten - um nicht zu sagen bekanntesten - Kölner Stadtführer, dem Kunsthistoriker Günter Leitner, zu tun hatten. Er hatte, wie schon mehrmals, auch auf unsere diesmalige Anfrage gerne zugesagt, uns die Geschichte dieses Kirchenbaues durch seine Führung nahe zu bringen. (Wir sprechen hierbei von einem Monument mit einer 1800jährigen Geschichte). Nach freundlicher Begrüßung - man kannte sich - folgte ein beinahe zweistündiger Vortrag aus berufemem Munde.

Günter Leitner schöpft mit seinem Detailwissen über die Geschichte Kölns aus dem Vollen. Das macht das Zuhören für einen Gast zu einem Erlebnis besonderer Art. Man möchte jede kleine Einzelheit im Gedächtnis festhalten, aber es gelingt nicht. Es gelingt vor allem auch deshalb nicht, weil der Erzähler den Stoff nicht mit trockenen Worten abspult, sondern weil er sich nicht davor scheut, satirehaft über Begebenheiten zu berichten, die nun mal über die damaligen verantwortlichen Akteure im Umlauf sind und allzu menschliche Eigenschaften widerspiegeln. Der Schalk sitzt ihm hinterem Ohr, zur Freude der Zuhörer. Allerdings, und auch das wurde im Bericht nicht ausgespart, gab es in der Kirchengeschichte Ereignisse, die kein gutes Licht auf die Vorgänge werfen, die mit der Verbreitung des Glaubens einher gingen. Das macht zumindest nachdenklich. Zusammengefasst erlebte die Gruppe eine Führung, die einen nachhaltigen Eindruck hinterläßt. Die Geschichte St. Gereon ist eine bunte, reichhaltige Mischung aus Fakten und Legenden. Hier auf Einzelheiten einzugehen, würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen müssen. Es lässt sich alles wunderbar an geeigneter Stelle nachlesen. Nach herzlicher Verabschiedung von Herrn Leitner entschloß sich die Gruppe, zu Fuß zum Hauptbahnhof zu schlendern. Nach knapp einer Stunde Fahrt war man dann wieder im heimatlichen Haan. Ein Dank gebührt auch unserem Mitglied Winfried Baschner. Er hat als Organisator dafür gesorgt, dass alles "geklappt" hat. (Text, Bild M. Klotz)

Tagesfahrt nach Kamp-Lintfort

Seniorinnen und Senioren aus Haan besuchen das Kloster Kamp

Die Senioren-Union Haan besuchte am 09.07. 2014 das Kloster Kamp-Lintfort. Es regnete in Strömen, als wir am Vormittag zum Kloster aufbrachen. Leider hörte der Regen auch dort nicht auf. Der Klosterladen mit seinen Kostbarkeiten half, die Zeit bis zum Mittagessen, das im Klostercafé eingenommen wurde, zu überbrücken. Danach erfolgte eine Führung und Besichtigung der Kirche und des Terrassengartens. Das Kloster Kamp ist das älteste Zisterzienserkloster in Deutschland und wurde 1123 gegründet. Von hier aus gab es im 12./13. Jhdt. viele Klostergründungen im Osten des deutschen Kulturraumes. 1578 wurde das Kloster aufgegeben und weitgehend zerstört. Mitte des 17. Jahrhunderts zogen erneut Mönche auf den Kamper Klosterberg. 1802 durch die Säkularisation erfolgte die Aufhebung des Klosters. Seit dieser Zeit wird die Kirche als Pfarrkirche benutzt. Im Jahre 1954 wurde das Kloster durch das Konvent vder Karmeliter wieder neu besetzt, jedoch im Jahre 2002 endgültig aufgegeben. 2003 erfolgte die Gründung des Vereins "Geistliches und kulturelles Zentrum Kloster Kamp e.V." Nach der Führung durch die Kirche konnten wir vom Laubengang aus den wunderschönen Terrassengarten von oben genießen. Er ist bekannt als "Sanssouci" des Niederrheins. Der Regen hielt uns von einem Gang durch den Garten leider ab. Zum Abschluss sollte nooch eine Führung durch den Kräutergarten sein. Durch das schlechte Wetter kam die Kräuterfrau in das Klostercafé. Dort bekam jeder Besucher eine Handvoll frischer Kräuter, die erläutert wurden. Am Abend konnte sich jeder Teilnehmer zu Hause einen Tee aus diesen frischen Kräutern zubereiten. Der Abschluß in Kamp-Lintfort wurde, trotz des schlechten Wetters, im Café mit leckerem Kuchen und Kaffee gekrönt. (Text U. Bürger)